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Kann man mit einem Kreuzlinienlaser Entfernungen messen?

Zuletzt aktualisiert am · von Redaktion kreuzlinienlaser.com

Nein. Ein Kreuzlinienlaser zeigt nur, wo waagerecht und senkrecht ist. Er misst keine Abstände. Dafür gibt es Laser-Entfernungsmesser: Sie senden einen Laserimpuls zur Wand und berechnen aus der Laufzeit des reflektierten Lichts die Strecke.

Beide Geräte ergänzen sich: Der Entfernungsmesser sagt dir, wie weit etwas weg ist, der Linienlaser zeigt dir, wo die Linie verläuft.

LinienlaserLaser-EntfernungsmesserHöhe und FluchtAbstand in m
Ein Linienlaser zeigt Höhen und Fluchten, misst aber keine Entfernung. Dafür gibt es Laser-Entfernungsmesser; beide ergänzen sich.

Warum ein Kreuzlinienlaser keine Abstände misst

Ein Kreuzlinienlaser fächert das Licht seiner Laserdioden zu Linien auf. Ein Pendel oder eine Elektronik richtet diese Linien waagerecht und senkrecht aus. Das Gerät empfängt kein Licht zurück und hat keinen Sensor, der eine Strecke erfassen könnte. Es weiß also nicht, wie weit die Wand entfernt ist, auf der die Linie erscheint.

Kurz: Ein Linienlaser beantwortet die Frage „Wo ist gerade?“, nicht die Frage „Wie weit ist es?“.

Was ein Laser-Entfernungsmesser macht

Ein Laser-Entfernungsmesser schickt einen gebündelten Laserstrahl auf eine Fläche. Ein Empfänger im Gerät fängt das zurückgeworfene Licht auf. Aus der Zeit, die das Licht hin und zurück braucht, oder aus der Phasenverschiebung des Signals berechnet das Gerät die Strecke. Viele Geräte rechnen daraus auch Flächen und Volumen und messen indirekt Höhen über den Satz des Pythagoras.

Laser-Entfernungsmesser haben einen einzelnen Messpunkt statt einer Linie. Sie nivellieren sich in der Regel nicht selbst. Ein Gerät mit Neigungssensor zeigt zwar den Winkel an, ersetzt aber keine Laserlinie an der Wand.

Der Unterschied auf einen Blick

FrageKreuzlinienlaserLaser-Entfernungsmesser
Was zeigt er?waagerechte und senkrechte Linieneinen Messpunkt und eine Zahl
Misst er Abstände?neinja
Richtet er sich selbst aus?ja, innerhalb des Nivellierbereichsnein
Typische ArbeitFliesen, Küche, Regale, TrockenbauRaum aufmessen, Wohnfläche, Material planen
Genauigkeit angegeben alsmm/m oder mm auf 10 mmm auf die gemessene Strecke

Welche Laser-Entfernungsmesser gibt es?

Grob gibt es drei Gruppen. Welche du brauchst, hängt davon ab, wie viel du rechnen willst und ob du draußen misst:

  • Einfache Geräte: messen eine Strecke per Knopfdruck. Für Raummaße und Möbelplanung reicht das.
  • Geräte mit Rechenfunktionen: Fläche, Volumen, indirekte Höhe, oft mit Neigungssensor. Praktisch für Renovierung und Materialplanung.
  • Geräte mit Kamera oder Zielsucher und App: für lange Strecken draußen, wo du den Laserpunkt nicht mehr siehst, und für die Übertragung der Maße auf Tablet oder Handy.

Entfernungsmesser führen wir nicht im Katalog. Achte beim Kauf auf die Messgenauigkeit in Millimetern, die Reichweite und die Laserklasse.

Bosch PLR und GLM: die alten Suchbegriffe

Viele kennen Laser-Entfernungsmesser unter Bosch-Kürzeln. In der blauen Profi-Serie heißen sie GLM, ältere Geräte der grünen Heimwerker-Serie trugen das Kürzel PLR. Beide sind Entfernungsmesser, keine Linienlaser. Wenn du von einem dieser Geräte kommst und jetzt gerade Linien an der Wand brauchst, ist ein Kreuzlinienlaser das passende zweite Gerät. Die Linienlaser von Bosch stehen auf der Seite Bosch Kreuzlinienlaser im Vergleich.

Wann du welches Gerät brauchst

Den Entfernungsmesser brauchst du, wenn du planst: Raummaße für Bodenbelag und Farbe, Wohnfläche, Abstände für Möbel, Deckenhöhe. Er ersetzt Maßband und Zollstock auf langen Strecken und an schwer erreichbaren Stellen.

Den Kreuzlinienlaser brauchst du, wenn du ausführst: Fliesenreihen anlegen, Schränke ausrichten, Profile setzen, Bilder aufhängen. Er ersetzt Wasserwaage, Schlagschnur und Lot.

Beide brauchst du, wenn du einen Raum ausbaust. Ein typischer Ablauf:

  1. Mit dem Entfernungsmesser die Raummaße aufnehmen und das Material planen.
  2. Mit dem Kreuzlinienlaser die Höhe der ersten Fliesenreihe oder der Oberschränke an die Wand projizieren.
  3. Mit Zollstock oder Entfernungsmesser von der Laserlinie aus die Abstände zu Bohrlöchern, Steckdosen und Kanten abmessen.

Aus der Praxis: Bei der Abstimmung der Gewerke habe ich gelernt: Maße gehören auf den Plan, Höhen an die Wand. Wenn alle Gewerke von derselben Laserlinie aus messen, statt jeder vom Boden, passen Steckdosen, Fliesen und Schränke am Ende zusammen.

Abstände mit dem Linienlaser übertragen

Was ein Linienlaser kann: einen Abstand, den du einmal gemessen hast, an viele Stellen übertragen. Beispiel Steckdosen. Du misst einmal die Höhe vom Boden, stellst die waagerechte Linie darauf ein und markierst alle Dosen an der Linie. Oder du misst einmal den Abstand von der Laserlinie zur Oberkante der Arbeitsplatte und überträgst ihn auf alle Wände.

Eine Linie als Fächer auf eine Wand.

Dafür muss der Laser in der Höhe verstellbar sein, am besten auf einem Kurbelstativ. Prüfe das Gewinde: 1/4″ passt auf Fotostative, 5/8″ auf Baustative. Mehr dazu: Stativ für Linienlaser.

Gibt es Geräte, die beides können?

Achte auf das Datenblatt. Ein Gerät, das Abstände misst, nennt dafür eine eigene Messgenauigkeit in Millimetern und eine Messreichweite. Fehlt diese Angabe, misst das Gerät keine Entfernung, auch wenn „Laser“ und „Messen“ im Namen stehen. In unserem Katalog führen wir Linien-, Punkt- und Rotationslaser. Laser-Entfernungsmesser gehören nicht dazu.

Sicherheit

Auch Laser-Entfernungsmesser arbeiten mit Laserlicht und sind einer Laserklasse nach DIN EN 60825-1 zugeordnet. Die Klasse steht am Gerät. Schau bei keinem der beiden Geräte in den Strahl. Mehr im Ratgeber Laserklassen.

Dein nächster Schritt

Wenn du gerade, waagerechte und senkrechte Linien für deine Arbeit brauchst, ist ein Linienlaser das richtige Werkzeug. Was er kann und worauf es beim Kauf ankommt, steht auf der Seite Kreuzlinienlaser. Welches Gerät zu deiner Arbeit passt, ermittelt der Laser-Finder in vier Schritten.

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